Du magst nicht Bibel lesen? Wenn es dir so geht, dann lies das!

Die Bibel…

….ist eine Bibliothek, in der mindestens 66 Bücher stehen, die von unterschiedlichen Autoren zu unterschiedlichen Zeiten und Situationen und mit unterschiedlichen Absichten geschrieben sind. Sie stehen aber alle in dieser Bibliothek „Gottes Wort“, weil geisterfüllte Menschen sie ausgewählt haben nach bestimmten Kriterien: sie reden von dem EINEN GOTT, der diese Welt geschaffen hat und der sich besonders dem Volk Israel gezeigt hat. Deshalb geht die Kunde über diesen Gott auch VON ISRAEL aus. „Von Zion“ und „aus Jerusalem“ (Jesaja 2,3 und Johannes 4,22) heisst es in der Schrift und den Bekenntnissen der Glaubenden. Diese Schriften sollen den GLAUBEN STÄRKEN und erzählen, wie der WEG ZU GOTT, unseren Schöpfer, führt. Manche nennen es auch Heilsgeschichte.

Es ist eine sehr alte Bibliothek. Es sind keine neueren Schriften nach 300 unserer Zeitrechnung darin aufgenommen worden. Obwohl es wirklich viele wunderbare Zeugen Gottes und des Glaubens gibt, z. B. Augustin, Franz von Assisi, Meister Eckhart, Hildegard von Bingen, Martin Luther, Dietrich Bonhoefer; und jeder kann unendlich viele wunderbare Zeugen nennen. Diese alle sind es von denen das Johannesevangelium wohl sagt: „Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn sie aber eins nach dem andern aufgeschrieben würden, so meine ich, würde die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.“ (Joh 21,25)

Diese vielen (ausserbiblischen) Taten und Bezeugungen sind gut zu lesen und wertvoll, sie können zu dir sprechen über Gottes Wesen und seine Beziehung zu dir, wie jedes andere Wort aus Gottes Geist. Aber sie sind nicht notwendig für die Bibel als Ganze in ihrer speziellen Funktion. Aus zwei Gründen:

Zum einen: Was die Heilsgeschichte – der Weg der Menschheit zurück zu Gott, dem Schöpfer – betrifft, steht alles in den Bibelbüchern geschrieben. Es gibt darüber hinaus viele Interpretationen, die uns weiterhelfen, aber die nichts wesentlich Neues ergeben. Sie sind vielleicht verständlicher als die alten Bücher in alter Sprache und in alten Gedankengängen. Der Heilsgeschichte muss nichts hinzugefügt werden als das, was in den 66 Büchern der Bibel steht. Deshalb brauchen wir auch keine späteren Schriften, die die Bibel ergänzen, (z.B. Buch Mormon) oder gar ersetzen (vgl. Koran).

Zum anderen: die Bibel ist ein Maßstab, an dem wir ermessen können, ob das, was wir erleben und leben mit dem übereinstimmt, was unsere Glaubensvorfahren erlebt haben. wir vergleichen also ihre Erfahrungen mit unseren. Spätere Traditionen der Kirchen müssen sich an der Bibel messen lassen. Es gibt sicherlich einiges, was dem Maßstab nicht standhält.

Bevor sich aber jemand anmaßt, andere anhand der Bibel zu beurteilen, muss er sich selbst prüfen, ob er dem Wort Gottes standhalten kann. Das oberste Gebot ist dabei die LIEBE. Beurteilst du deinen Mitmenschen oder Bruder, weil du ihn liebst und ihm Gutes tun willst? Was ist dein Motiv? Was ist dein Herzensbeweggrund? Weisst du keine oder keine gute Antwort darauf, dann miss dich erst einmal selbst.

Die Bibel ist nicht alleiniges Wort Gottes. Es ist das niedergeschriebene Wort Gottes, an dem wir all die anderen Dinge, die Menschen von ihm gehört haben wollen, messen können. Sie ist der Maßstab, lat. Kanon.

Du hörst die Stimme Gottes? Das ist gut. Das sollte jeder, der aus Gottes Geist neu geboren ist! Überprüfe an der Bibel, ob dein Hören nicht etwa überlagert wird von der eigenen Stimme oder anderen Stimmen! Das ist ein gesunder Umgang mit Gottes Wort an dich.

Es gibt viele Christen, die Gott zu sich reden spüren in den Texten der Bibel. Es gibt aber viel mehr Christen, die nie eine Bibel in der Hand hatten, weil sie in Verfolgung leben oder Analphabeten sind. Sie müssen mit dem leben, was andere Christen ihnen sagen oder schreiben und was ihnen der Heilige Geist direkt in ihr Herz legt. DAS könnten auch die Christen haben, die gleich mehrere Bibeln besitzen. Gott spricht direkt zu unseren Herzen.

Ohne sein direktes Reden in unsere Herzen verstehen wir auch die Worte der Bibel oft falsch. Viele Lehrer gibt es, die recht überzeugend sind, deren Interpretationen logisch und klar klingen. Aber wenn dein Herz dir sagt: es passt nicht zu mir. Dann forsche selbst in der Bibel.

Ich wünschte, jeder würde die Ursprachen der Bibel lernen, um selbst zu forschen. Es gibt aber viele Menschen, denen das nicht leicht fällt und die wirklich andere Schwerpunkte setzen in ihrem Leben. Verständlich. Aber wenn es dein Bedürfnis ist, in der Bibel selbst zu forschen, dann lerne Hebräisch und Griechisch! Du wirst Erstaunliches entdecken.

Wenn du Vertrauen zu den Weisen und Klugen deiner Glaubensgeschwister hast, dann reicht es auch, wenn du dir die Dinge erklären lässt.

Wenn du gar glaubst, ohne große Fragen zu stellen, dann lebe, wie der Heilige Geist es dir zeigt und suche die Gemeinschaft von Glaubensgeschwistern, die vom Heiligen Geist neu geboren sind, damit du dich nicht verirrst oder du für andere Wegweiser sein kannst.

Die Bibel zu lesen ist gut und schwierig. Manch einer braucht Jahrzehnte bis er einen Weg für sich gefunden hat, dieses zu tun. Hier ist einer: Wir machen es zusammen!

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