Noch vor Jesus begann es…mit Jesus

Kol 1,15-19; Eph1,9-2,22; Phil 2,5-11; 3,20f.;

Die Evangelien erzählen noch vor der Zeugung und Geburt Jesu, was davor geschah.

Lukas Kapitel 1 erzählt von der Zeugung und Geburt von Johannes dem Täufer. Im Johannesevangelium Kapitel 1 wird gar vom Beginn der Schöpfung gesprochen in Form eines sog. Hymnus über den Logos (Wort).

In Matthäus 1 und Lukas 3 werden die Stammbäume Jesu genannt. Der lukanische Stammbaum führt bis zur Schaffung des Menschen zurück, bis Adam, der dann auch noch als Sohn Gottes bezeichnet wird. Die Menschheit ist Gottes Kind.

Matthäus beginnt den Stammbaum erst bei Abraham, stellt ihn also in den Zusammenhang des Volkes Israel. Das besondere und erwählte Volk Gottes, mit dem Gott einen engen Bund eingegangen ist, so wie ein Mann sich eben eine Frau aussucht und nicht gleich alle. Und an dieser Beziehung kann man viel über Gott und seinen Umgang mit seinen Menschen sehen – exemplarisch sozusagen.

Jesus ist nicht von irgendwoher. Er ist Sohn Gottes und war schon vor der Schöpfung da. Er ist der Stammzellenträger, wenn ich das mal so nennen darf. Gott hat aus „seiner Rippe“ etwas herausgeschnitten, das er zu Menschen machte. Damit haben die Menschen seine DNA. Die Erbinformation ist da. Und die Menschheit als Ganze genommen sollte aus zwei ersten Zellen sich ausbreiten und wachsen zu einer großen Menschheit. Wozu wollte Gott das? Als Gegenüber. Um ein Ziel für seine Liebe zu haben. Wo soll man hin mit seiner Liebe, wenn es niemanden gibt, der sie empfangen will? Das kann richtig wehtun. Also schuf er die Menschheit als ein geliebtes Gegenüber. Der Logos (griech. Wort) war so etwas wie ein Zellenspender. Und als Jesus dann auf die Welt kam, waren in ihm diese Zellen noch in ganzer Ursprünglichkeit – wie Stammzellen – unversehrt vorhanden. Gottes Sohn. Wie einst „Adam“ (die Menschheit bestehend aus mindestens 2 Menschen, nämlich männlich und weiblich Gen 1,27 und 5,1+2) so jetzt „Jesus“. Und wer wie Jesus aus Geist geboren wird, hat diese geistliche DNA in sich. Im Gegensatz zu der alten irdischen Adams-DNA, die im Laufe der Zeit (einschließlich sog. Sündenfall Gen3) ihre ursprüngliche Kraft verloren hat, ist die Jesus-DNA unantastbar und wird in dir einen kompletten neuen Menschen aus Leib (Auferstehungsleib), Seele (komplett neu) und Geist (komplett neu) machen. Denn es wird im Neuen Testament nicht von der neuen Seele gesprochen, dass in deinem alten Körper quasi deine Seele erneuert wird. Nur dass du das alles nicht so recht erkennen kannst. NEIN. Der ganze Mensch wird neu. Ein innerer, geistlicher, neuer Mensch und ein äußerer, irdischer, der Sünde (also dieser Welt) abgestorbener Mensch sind nun in dir vereint, bis das Alte (eben der ganze alte Mensch mit Blut und Fleisch) vergangen ist und Jesus dich in sein Himmlisches Reich ruft.

Himmlisches Reich muss dann auch noch mal erläutert werden, weil da schon so viele verquaste Vorstellungen dran hängen. Also bitte nicht voreilig urteilen.

Der innere Mensch ist es, der 100% zu Jesus gehört und SEIN GEGENÜBER ist. Aber genau wie bei der MENSCHHEIT als gegenüber Gottes, so ist auch die GEMEINDE (oder die Gemeinschaft der Gläubigen/Heiligen) als Jesu Gegenüber eine GEMEINSCHAFT. Nicht als einzelne sind wir Gottes Ebenbild, nicht als einzelne sind wir die „Braut Christi“ sondern als Gemeinschaft. Jeder von uns ist eine unersetzliche und wichtige Zelle des großen corpus (lat.: Körper; Gemeinde wird auch als Corpus Christi bezeichnet, als Leib Christi).

In den Evangelien also wird deshalb noch VOR Jesus begonnen, weil klar sein muss, dass es hier um mehr geht als eine nette Religion mit einem symapthischen Religionsstifter. Es ist der Plan dieser Weltenschöpfung, der Plan Gottes und der Plan für das Leben der Menschen. Das fängt eben schon viel früher an. Durch Jesus wird uns das alles deutlich und dank der Bibel können alle Menschen (mit Lesefähigkeit und Bibel) nachlesen, was Gottes Plan ist und damit auch WAS DER SINN FÜR DEIN LEBEN (und natürlich für alle andern Menschen auch) ist: du sollst den Weg in die Neue Welt (in das Himmlische Reich) finden. Jesus ist der Weg.

Warum beginnt Lukas mit Johannes dem Täufer und Matthäus mit Abraham? Dazu nur ganz kurz: Johannes schafft den Übergang von dem Volk Israel zur ganzen Welt hin und Abraham als Vater der Glaubenden schafft ebenso den Übergang von der Jüdischen Welt (Volk Israel) hin zu ALLEN Glaubenden. Was die Evangelien lehren ist nicht eine Neu-Erfindung dieses netten Zimmermann-Sohnes Jesus, sondern steht in einer langen Tradition von Erleben und Erkennen Gottes. Gerne dazu mehr das nächste Mal.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: