Jesus als Hirte

Jesus bezeichnet sich selbst im Neuen Testament als Hirte. Auf Lateinisch: Pastor. Daher kommen die Begriffe wie „Pastorale“ oder der „Pastor“ in der Kirche. (vgl. I.Petrusbrief 2,25 und 5,1-4)

Hirte Jesus: Johannes 10,1-21; Hebräerbrief 13,20.21; eine Beispielgeschichte: Lukas 15,1-7.

Im Alten Testament (oder ein besserer Begriff: in der Hebräischen Bibel) gibt es den berühmten Psalm 23, wo der HERR (damit ist der Gott JHWH gemeint) der Hirte ist. Wie der Vater so der Sohn, der Psalm 23 wird heute von allen Christen auf Jesus Christus bezogen.

Den Psalm hören die meisten Menschen spätestens bei einer Beerdigung. Allerdings wäre das dem Psalm nicht angemessen, ihn nur auf den ‚Weg des Todes‘ zu reduzieren. Er ist ein lebenbegleitender Psalm. Viele können ihn auswendig wie das „Vater unser“ (Mt 6,9-13; Lukas 11,2-4)

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zu frischem Wasser. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück: dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des HERRn immerdar.“

Das habe ich jetzt auswendig geschrieben. Kontrollier doch bitte, ob es stimmt. 😀

Jesus als mein Hirte bedeutet, dass er mich versorgt, mich behütet. Aber auch dass ich seine Stimme erkenne! Ganz wichtig. Ich renne nicht jedem Trottel hinterher, der mir schöne Dinge verspricht. Ich höre auf SEINE, auf JESU STIMME. Der ist nämlich mein Chef, mein Erschaffer, mein „Besitzer“ (auch ohne Anführungsstriche, aber manch einem klingt das gruselig, dass man jemandes Besitz sein könne. Aber er ist ja nicht irgendjemand, sondern GOTT, des Vaters Sohn, unser Schöpfer!). Auf ihn kann ich mich verlassen, dass er nicht wegrennt, wenn der Wolf kommt oder ich mich verirrt habe. Er bleibt bei mir, weil er mich liebt. Und mich haben WILL. Und das gilt auch für dich. Also hör auf seine Stimme! Bleib an IHM dran. Renn ihm hinterher und sonst niemandem.

In unseren verdrehten Zeiten ist das umso wichtiger: Seine Stimme aus dem Stimmwirrwarr herauszuhören. Übe es in der Stille. Das bedeutet eben, dass man lernen muss, was sind denn seine Absichten, welche Dinge hat er denn als gut und nützlich bezeichnet, und welche als gefährlich. Dann kannst du schon am Inhalt erkennen, welche Stimme lügt. Welche Stimme verstellt sich? Hat der Wolf Kreide gefressen?

Wenn die Stimme dich verletzt, dich klein macht, dich zurechtstutzt. Dann höre nicht auf sie. Es ist nicht dein Hirte. Es ist ein mieser Mietling (Angestellter, Tagelöhner). JESUS VERLETZT NIEMANDEN!!!! (Mt 11,27-30; Lukas 4,18-19)

Selbst wenn er dich „zurechtweisen“ würde, weil in deinem Leben sonst etwas ganz und gar schief läuft und du dich in große Gefahr begibst. (Dann kommt es schon mal vor, dass er dich deutlich korrigiert.) Aber dann macht er es so, dass du davon nicht nachhaltig verletzt bist, sondern dass du verstehst, warum das jetzt nötig ist. Und du spürst sogar Dankbarkeit, dass du gerettet worden bist und etwas Falsches loslassen konntest. Wenn dich eine Stimme verletzt, kränkt, beleidigt, niedermacht, und du davon überhaupt nichts hast ausser Schmerz, Trauer, Depression oder Angst, dann ist es NICHT die Stimme deines liebenden Hirten. Folge ihr nicht!

Johannes 10,1-18:

1„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber.

2Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe.

3Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus.

4Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.

5Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.

6Dies Gleichnis sagte Jesus zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was er ihnen damit sagte.

7Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.

8Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht.

9Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

10Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.

11Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

12Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –,

13denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.

14Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,

15wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

16Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

17Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich’s wieder nehme.

18Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.“

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